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Marburger Apfelwein-Eis begeistert die rund 80 Kongressteilnehmer des 3. Deutschen Apfelweinkongress in Hanau.
Hanau, 28. August 2009 - Beim 3. Deutschen Apfelweinkongress am 27. August 2009 in Hanau diskutierten unter anderem Kelterer, Gastronomen und Apfelweinliebhaber aktuelle Themen rund um das hessische Urgetränk. Rund 80 Besucher waren der Einladung des Veranstalters, dem Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V., gefolgt und konnten den Facettenreichtum des Stöffches erleben. Mit neuen Kreationen erweitern die hessischen Apfelwein-Kelterer ihre Produktpaletten: Apfelwein mit Pfirsich-Maracuja-, Grapefruit- oder Holundersaft, sortenreine Apfelweine, mit Kräutergeschmack oder als Cider-Variation.
Aber auch Gastronomen, wie zum Beispiel der Marburger „Gelateristi" Marcello Camerin, lieferten Ihren Beitrag für die Produktvielfalt des hessischen Nationalgetränkes. Er sorgte für eine köstliche Abkühlung und präsentierte den Teilnehmern die erste hessische Apfelwein-Eisbombe. Eine wahre Genussexplosion, so Steffen Ball, Geschäftsführer des Verbandes.

Auch in Sachen Kommunikation gehen die Apfelweinproduzenten neue Wege: Die Mitglieder des Verbandes kündigten an, dass es konkrete Planungen für den ersten Welt-Apfelweintag gebe.
Zum Kongress eingeladen waren Hessens Kelterer, Gastronomen und Getränke-Großhändler, aber auch Landtagsabgeordnete sowie die Apfelweinköniginnen. Als Schirmherrin hatte der Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V. Silke Lautenschläger gewinnen können, die hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Produkt- und Kommunikationstrends
Das Leitthema des Kongresses war: ‘Apfelwein in Bewegung. Wie Kultur zum Trend wird'. „Apfelwein ist fest in der hessischen Region und Tradition verankert", meint Steffen Ball, Geschäftsführer des Verbandes. „Apfelwein ist ein Kulturprodukt. Gleichzeitig ist er aber auch ein Trendprodukt, wie zahlreiche neue Produkte beweisen". Um die Bedeutung der hessischen Streuobstwiesen verstärkt ins Bewusstsein der Verbraucher zu rücken und neue Konsumentengruppen zu gewinnen, beschreiten die Kelterer neue Wege der Kommunikation.
Vorträge rund um die hessische Streuobstwiese und das Stöffche
Eröffnet wurde der 3. Deutsche Apfelweinkongress von Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau. Als erste Referentin sprach Ministerin Silke Lautenschläger über die Bedeutung der hessischen Streuobstwiesen und der regionalen Produkte für die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft Hessen. Dr. Harald Jossé, Geschäftsführer des Frankfurter Instituts für Markencontrolling BrandControl GmbH, zeigte in seinem Vortrag den aktuellen Status und das Entwicklungspotenzial des Apfelweins als Trendgetränk auf. „Der Markenkern von Apfelwein ist durch die Attribute Heimat, Naturschutz, Umweltschutz und Genuss geprägt. Diese Attribute entsprechen den Trends Natürlichkeit, biologischer Anbau, Gesundheit und Wellness, Geschmack und Genuss", so der Markenexperte.
Einen Blick über die Landesgrenzen nach Europa warf Dr. Ralf Tegeler, Referatsleiter Umwelt, Energie, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, der hessischen Landesvertretung bei der EU.
Neue Konsumentengruppen
Trend- und Zukunftsforscherin Ingrid Schick schließlich beleuchtete in ihrem Vortrag die neue Konsumentengruppe der LOHAS, der Anhänger des ‘Lifestyle of Health and Sustainability'. Einer immer größer werdenden Gruppe von Verbrauchern, die Wert sowohl auf Qualität als auch auf Nachhaltigkeit in der Produktion legen. Schick erläuterte, welche Konsequenzen sich für die Apfelweinproduzenten ergeben, wenn sie diesen neuen Lebensstil bedienen wollen. „Regionalität ist neben Bio ohne Zweifel der zweite große Trend in der deutschen Marktlandschaft", stellt Schick fest. Sie stellte den Kelterern eine neue, kaufkräftige Zielgruppe in Aussicht: „LOHAS bevorzugen Anbieter, welche ihnen Sicherheit und Garantie bezüglich der Qualität der Waren bieten können, Produkte, die authentisch sind und vor allem eines tun: schmecken. Dafür geben sie gerne die rund 15 Prozent mehr Geld aus, die diese Form der Erzeugung mit sich bringt."
Diskussion am runden Tisch
Vermarktungsstrategien, Merchandising, Mode, Kommunikation und Kultstatus - wo wird das Stöffche in zehn Jahren stehen? Wie wird die Erhaltung der hessischen Streuobstwiese gesichert? Zum Thema „ Apfelwein und hessische Streuobstwiese: Zukunft Nachhaltigkeit" diskutierten u. a. die Vorstandsmitglieder des Apfelweinverbands, hr3-Chef Jörg Bombach, Alexander Frost, Geschäftsführer der Bembel GmbH Agentur für Reklame, und Norbert Lemb von der Naturschutz-Akademie Hessen.
Neben hessischen Spezialitäten der Qualitätsmarke „Geprüfte Qualität - HESSEN" konnten die Teilnehmer neue Produkte der Kelterer probieren.
Quelle: Kommunikation Verband der Hess. Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e.V., www.apfelwein.de, www.apfelwein.tv






